




Die beiden hier gezeigten Dienstuniformen machen deutlich, wie das verwendete Material für Uniformen und Ausrüstung in diesen frühen Anfangsjahren variierte. Auch in Form und Farbe sind bedeutende Unterschiede zu erkennen. Das liegt unter anderem an den unterschiedlichen Produktionsbedingungen der einzelnen Herstellerbetriebe. Es war zur damaligen Zeit eine Herausforderung an die Produktionsbetriebe, in kurzer Zeit einige tausend Uniformen zu produzieren.
Der Hauptmann trug einen Rock aus leichtem Sommerstoff (ohne Innenfutter) und dazu eine blaue Stiefelhose. Der Leutnat hingegen benutzte eine Uniform aus schwerem Kammgarn und eine Khaki - Stiefelhose aus dem gleichen Material. Das Gesamterscheinungsbild der beiden Offiziere macht den Eindruck von Offizieren der Roten Armee des zweiten Weltkrieges. Der Einfluss der sowjetischen Besatzungsmacht, auf die Uniformierung der jungen DDR, wird hier an diesem Beispiel deutlich. Schulterriemen und Zweidornkoppel erinnern sehr stark an die Rote Armee. Auch der Schnitt des Käppis ist in diesen Jahren ganz stark denen der sowjetischen Streitkräfte angepasst. Das sollte sich erst im Laufe der folgenden Jahre ändern und man ist Ende der 50er Jahre wieder auf deutsche Uniformtraditionen zurückgegangen.
Hallo Rico,
AntwortenLöschenschön, daß man hier einmal die unterschiedlichen Herstellungsarten und Farbvariationen sehen kann. Gerade in Kombination mit blauer bzw. khakifarbenen Stiefelhose. Sehr schöne, seltene Belegestücke früher DDR Militärgeschichte.