









Am 15. September 1961 wurde in Pätz (Kommando der Grenztruppen) der Befehl verlesen, die Deutsche Grenzpolizei aus dem Bereich des MdI (Ministerium der Innern) herauszulösen und als Grenztruppen der NVA dem MfnV (Ministerium für nationale Verteidigung) zu unterstellen.
Die neuen Grenztruppen waren somit ein Teil der NVA. Die Khaki-Uniformen wurden erst einmal weitergetragen. Im Mai 1962 wurde der Beschluss gefasst, die Angehörigen der Grenztruppen in steingraue Uniformen zu kleiden, analog der NVA. Mit der Einführung erster steingrauer Uniformen wurde im November 1963 begonnen, zuerst mit dem Wechsel der Ausgangs-und Paradeuniformen. Im Dienstbereich wurden vorhandene Bestände der Bekleidungskammern aufgetragen. Zu dieser Zeit, die sogenannte Übergangsperiode, wurden khakifarbene Uniformteile mit den neuen steingrauen Stücken teilweise kombiniert getragen. Das gilt auch für die Effekten. Es war also möglich, dass ein Offizier eine steingraue Dienstjacke trug und eine khakifarbene Skimütze und Khaki-Hosen. Möglich war auch Khaki-Drillich für Mannschaften mit Effekten steingrau. Darüber existieren keinerlei Vorschriften. Das wurde in den Grenzkompanien so gehandhabt abhängig von den noch vorhandenen Beständen.
Zum Ende des Jahres 1964 sollte dann die Neueinkleidung der Grenztruppen abgeschlossen sein. Vereinzelt sind Khakifarbene Drillichuniformen noch schwarz eingefärbt zum Dienst in Fuhrparken oder zum Arbeitsdienst getragen worden. Mitte der 60er Jahre war aber dann das Erscheinungsbild der Grenzer steingrau.
An dem hier gezeigten Drillich handelt es sich um ein Stück der Deutschen Grenzpolizei, gestempelt mit MdI 1961. Die Kragenspiegel sind aber schon die steingrauen nach Vorbild der NVA. Interessant ist auch das Käppi, es ist nicht mehr im Schnitt der Deutschen Grenzpolizei gefertigt, sondern weist schon den typischen NVA-Schnitt auf, welcher so bis zum Jahr 1990 beibehalten wurde. Da es noch aus khakifarbenem Stoff gefertigt wurde, kann man es den Jahren 1962/63 zuordnen. Das hier gezeigte Ensemble ist eine typische Übergangsuniform der Jahre 1962-1964. Ein ganz normales Erscheinungsbild dieser Jahre des Überganges. Teilweise wurden am Khaki-Drillich gar keine Kragenspiegel getragen.
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