Auf den folgenden Seiten könnt Ihr Euch Rekonstruktionen von Uniformen-Tragevarianten ansehen, welche so in den Jahren zwischen 1949 und 1990 von den Grenzern getragen wurden. Meine Arbeit stützt sich überwiegend auf zeitgenössische Fotos dieser Jahre, welche die tatsächliche Trageweise belegen. Die Dienst-bzw. Bekleidungsvorschriften dieser Jahre, sind nicht immer identisch mit der tatsächlichen Trageweise der Uniformen. Dazu kommen die Übergangszeiten, z.B. bei Einführung neuer Uniformen und Effekten und auch die abweichende Trageweise in den einzelnen Grenzbrigaden bzw. Grenzkompanien. Die Darstellungen der Uniformierung in einigen Museen, sind meist nicht korrekt oder bestehen aus Reproduktionen. Vielleicht ist dem einen oder anderen ernsthaften Uniformsammler diese Seite eine Hilfe. Die gegenwärtige Literatur zu diesem Thema hält sich leider in Grenzen. Das Interesse ist aber in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Das Gebiet Uniformen-Grenzpolizei/Grenztruppen steht in keinster Weise anderen Sammelgebieten der Militaria nach. Von der Uniformentwicklung her sehr interessant, viele Seltenheiten und Raritäten machen das Gebiet zusätzlich für Sammler in Zukunft auch interessant und attraktiv.

Samstag, 13. November 2010

Winteruniformen der DGP zum Grenzdienst, 1952 bis 1961















Ab 1952 gab es die ersten gravierenden Veränderungen der Grenzer an ihren Uniformen, Effekten und Ausrüstungsgegenständen. Sie gehörten jetzt als Deutsche Grenzpolizei dem Ministerium für Staatssicherheit an. Am markantesten ist wohl die neue Uniform in Farbe Khaki, schnittgleich mit denen der Kasernierten Volkspolizei.

Die hier gezeigten Beispiele von Winteruniformen, sind das typische Erscheinungsbild der Grenzer von 1952 bis 1961. An eine Einheitlichkeit der Effekten und Ausrüstungsgegenstände ist in diesen Jahren nicht zu denken. Ein Grund dafür ist der mehrmalige Wechsel zu verschiedenen Ministerien, ein zweiter, die neue Einführung von Effekten in veränderter Ausführung. An diesem gezeigten Uniformbeispiel wird deutlich, wie sich doch die Grenzer dieser Jahre unterschieden. Diese Übergangszeiten begleitete die Deutsche Grenzpolizei in den ganzen Jahren ihres Bestehens. Anfang der 50er Jahre waren unter Anderem auch noch Beutewaffen der Roten Armee wie der Karabiner 98K aus Wehrmachtsbeständen im Gebrauch.

Eine Neuerung war auch die neu eingeführte Skimütze mit herunterklappbaren Ohrenteilen. Sie war der 1943 bei der Deutschen Wehrmacht eingeführten Feldmütze M43 nachempfunden. Khakifarbene Skimützen und gerade auch die Wintermäntel sind heute so gut wie nicht mehr zu finden. Diese Stücke wurden auch noch einige Zeit nach der Auflösung der Deutschen Grenzpolizei zum Dienst aufgetragen. Abgetrage und verschlissene Stücke wurden vernichtet oder fielen den Papierfabriken als Rohstoff zum Opfer. Meiner Meinung nach sind das mit eine der seltensten Uniformteile der frühen DDR und erzielen auf dem sich schnell entwickelnden Sammlermarkt teilweise sehr hohe Summen.

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