Bei schlechtem Wetter wurde von den Seeoffizieren ein innen gummierter Wetterschutzmantel verwendet, ähnlich denen, welche von anderen Einheiten des MdI verwendet wurden. In diesen Jahren sind aber auch schwarze und graue Ledermäntel in Gebrauch gewesen, welche warscheinlich zivielen Ursprunges waren oder auch Einzelanfertigungen. Die Schirmmütze weist eine emaillierte Ringkokarde auf, es sind auch Stücke mit handgestickter Kokarde bekannt. Die handgestickten, hohen Eichenlaubkränze dieser Jahre variieren sehr stark in verwendetem Material und Ausführung.
Uniformen Grenztruppen der DDR
Sonntag, 25. September 2011
Wetterschutzbekleidung für Seeoffiziere auf den Grenzschutzbooten - Ende der 50er Jahre
Bei schlechtem Wetter wurde von den Seeoffizieren ein innen gummierter Wetterschutzmantel verwendet, ähnlich denen, welche von anderen Einheiten des MdI verwendet wurden. In diesen Jahren sind aber auch schwarze und graue Ledermäntel in Gebrauch gewesen, welche warscheinlich zivielen Ursprunges waren oder auch Einzelanfertigungen. Die Schirmmütze weist eine emaillierte Ringkokarde auf, es sind auch Stücke mit handgestickter Kokarde bekannt. Die handgestickten, hohen Eichenlaubkränze dieser Jahre variieren sehr stark in verwendetem Material und Ausführung.
Dienstuniformen der Grenzpolizei - See und der 6. Grenzbrigade Küste - 1958 bis 1962
Rechts im Bild ein Unterleutnant der Grenzpolizei - See ab 1958 so getragen, links ein Kapitän zur See der Grenzbrigade Küste, 1961/62. Der Unterleutnant konnte unter Anderem ein Grenzschutzboot befehligt haben. Die abgebildeten Uniformen machen die Farbunterschiede dieser Jahre an den Uniformen deutlich, sowie die gemischte Verwendung von Ärmeleffekten in Handstickerei und Maschinenstickerei kombiniert. Es sind in diesen frühen Jahren einige Varianten möglich.
Dieser Typ der Dienstuniformen im KVP - Styl wurde bis etwa 1962/63 verwendet, abhängig von den noch vorhandenen Beständen in den Bekleidungskammern.
Dienstuniform - Kapitänleutnant der Grenzpolizei - See - 1955/56
Eine der möglichen Tragevarianten für Dienstuniformen im Winter für einen Kapitänleutnant der Grenzpolizei-See um 1955/56. Die Waffenfarbe der Schulterstück-Unterlage ist noch dunkelblau, identisch mit Stücken der VP-See. Bemerkenswert ist der Schnitt des Wintermantels, speziell des Rückenteiles. Hier sind deutlich Parallelen zu den Bekleidungsteilen der früheren Kriegsmarine zu erkennen.
Hier an diesem Beispiel wurde zu Dienstuniform Koppel und Schulterriemen angelegt, so z.B. im Innendienst getragen als diensthabener Offizier mit Pistole TT33. Der Eichenlaubkranz und die Halbmondleiste auf der Schirmmütze sind in Handstickerei gefertigt.
Sonntag, 28. November 2010
Generalmajor der Deutschen Grenzpolizei, 1960




Auf dem linken Bild ist Generalmajor Hermann Gartmann zu sehen, als Chef der Hauptverwaltung Deutsche Grenzpolizei. Er tägt die zweireihige Uniformjacke. Rechts sein Nachfolger Generalmajor Paul Ludwig, er trägt einen Viertaschenrock.
Auf der zweireihigen Ausgangsuniform deutlich zu erkennen die Kragenspiegel in goldfarbener Handstickerei, das Mützeneichenlaub aus goldfarben eloxiertem Aluminium. Als Auszeichnung trägt dieser Generalmajor das Ehrenzeichen der VP, Treue Dienste - MdI, 5 und 10 Jahre und Kämpfer gegen den Faschismus als Interimspange.
Samstag, 13. November 2010
Winteruniformen der DGP zum Grenzdienst, 1952 bis 1961













Ab 1952 gab es die ersten gravierenden Veränderungen der Grenzer an ihren Uniformen, Effekten und Ausrüstungsgegenständen. Sie gehörten jetzt als Deutsche Grenzpolizei dem Ministerium für Staatssicherheit an. Am markantesten ist wohl die neue Uniform in Farbe Khaki, schnittgleich mit denen der Kasernierten Volkspolizei.
Die hier gezeigten Beispiele von Winteruniformen, sind das typische Erscheinungsbild der Grenzer von 1952 bis 1961. An eine Einheitlichkeit der Effekten und Ausrüstungsgegenstände ist in diesen Jahren nicht zu denken. Ein Grund dafür ist der mehrmalige Wechsel zu verschiedenen Ministerien, ein zweiter, die neue Einführung von Effekten in veränderter Ausführung. An diesem gezeigten Uniformbeispiel wird deutlich, wie sich doch die Grenzer dieser Jahre unterschieden. Diese Übergangszeiten begleitete die Deutsche Grenzpolizei in den ganzen Jahren ihres Bestehens. Anfang der 50er Jahre waren unter Anderem auch noch Beutewaffen der Roten Armee wie der Karabiner 98K aus Wehrmachtsbeständen im Gebrauch.
Eine Neuerung war auch die neu eingeführte Skimütze mit herunterklappbaren Ohrenteilen. Sie war der 1943 bei der Deutschen Wehrmacht eingeführten Feldmütze M43 nachempfunden. Khakifarbene Skimützen und gerade auch die Wintermäntel sind heute so gut wie nicht mehr zu finden. Diese Stücke wurden auch noch einige Zeit nach der Auflösung der Deutschen Grenzpolizei zum Dienst aufgetragen. Abgetrage und verschlissene Stücke wurden vernichtet oder fielen den Papierfabriken als Rohstoff zum Opfer. Meiner Meinung nach sind das mit eine der seltensten Uniformteile der frühen DDR und erzielen auf dem sich schnell entwickelnden Sammlermarkt teilweise sehr hohe Summen.
Sonntag, 17. Oktober 2010
Borduniform - Winter für einen Obermatrosen der Grenzpolizei - See - 1955/56






Hier wird eine von vielen möglichen Varianten der Borddienstuniform gezeigt, welche so auf den Grenzschutz bzw. Küstenschutzbooten dieser Jahre getragen wurden. Bemerkenswert natürlich die Webpelzmütze der 50er Jahre. Es existieren da verschiedene Varianten, was Form und Farbton betrifft. Auch die blaue gesteppte Wattejacke gab es in unterschiedlichen Mustern und Ausführungen.
Die Schulterklappen weisen in diesen Jahren noch die dunkelblaue Waffenfarbe auf, auch bei der Grenzpolizei - See. Sie sind in dieser Ausführung mit Stücken der Volkspolizei - See und der frühen Seestreitkräfte identisch. Der Balken des Obermatrosen besteht aus Metallfadengewebe.
Matrose der Grenzpolizei - See - 1958







Dieses Uniformensemble mit der langen Ausführung des Colanis wurde möglicherweise im Ausgangsbereich getragen. Diese Art Colani beobachtet man öfters auf Fotos der Anfangsjahre dieser Organe. Die Schulterklappen des Matrosen weisen bereits die hellgrüne Waffenfarbe auf, welche ca. um das Jahr 1958 bei der Grenzpolizei - See eingeführt wurde. Interessant auch die Kragenspiegel aus hellgrünem Besatztuch gefertigt.
Die Tellermütze mit abnehmbaren Deckel und dem silberfarben, gedruckten Mützenband mit der Aufschrift "Grenzpolizei der DDR".Vom Mützenband existierten verschiedene Varianten im Schrifttyp und Farbe.
WICHTIGE ANMERKUNG !
Sollte ich bei einigen Lesern hier das Sammlerinteresse an diesen frühen Uniformen der Grenzpolizei - See geweckt haben, sollte jeder ensthaft Interessierte folgendes unbedingt beachten:
Die Effekten und vor Allem die Mützenbänder der Grenzpolizei - See, sind extrem selten! Und dementsprechend wenig oder kaum auf dem Sammlermarkt zu finden. Also seid vorsichtig beim Ankauf solcher Stücke, z.B. auf Flohmärkten.
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